Finalturnier des Badminton-Weltverbandes in Malaysia
Juliane Schenk auf Platz zwei - ein historischer Erfolg
Speziell in der zweiten Jahreshälfte 2009 verzeichnete die Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin), einen herausragenden Erfolg nach dem anderen: Platzierung unter den besten acht Damen bei der Individual-WM (August), erster Titelgewinn in ihrer Spezialdisziplin bei einem Grand Prix-Turnier (Oktober; Bitburger SaarLorLux Badminton Open), Einzug in die Top 10 der Weltrangliste (November) – um nur einige zu nennen.
Nun darf die 27- Jährige ein weiteres Mal wahrlich stolz auf ihre Leistung sein: Die Weltranglistenneunte wurde bei den BWF World Super Series Masters Finals (02.-06.12.2009 in Johor Bahru, Malaysia) Zweite im Dameneinzel-Wettbewerb. Damit erzielte Juliane Schenk das beste Ergebnis, das jemals ein/e Vertreter/in des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) bei einem Jahresabschlussturnier des Badminton- Weltverbandes BWF verzeichnete.
Schon der Einzug der zweimaligen EM-Dritten in die Vorschlussrunde der mit insgesamt 500.000,- US-Dollar dotierten Veranstaltung war ein historischer Erfolg. Schließlich hatten sich im Jahr 2008 in Huaiwen Xu (Dameneinzel) und Nicole Grether (Damendoppel) zum ersten Mal überhaupt deutsche Spielerinnen für ein Jahresabschlussturnier der BWF qualifizieren können. Damals schieden allerdings beide Damen nach der Gruppenphase aus. Bereits von 1983 bis 2000 hatte die BWF (damals noch unter dem Namen International Badminton Federation, IBF) ein Finalturnier mit den besten Athletinnen und Athleten des jeweiligen Jahres durchgeführt – zu jener Zeit unter dem Namen „World Grand Prix- Finale“. Doch in jener Zeit schafften niemals deutschen Athletinnen oder Athleten den Sprung dorthin, während sich nun zweimal in Folge gleich jeweils zwei Spielerinnen für das Turnier qualifizierten.
Nach zwei Siegen und einer Niederlage in der Gruppenphase hatte Juliane Schenk in Malaysia als Gruppenerste das Halbfinale erreicht. Darin setzte sich die gebürtige Krefelderin mit 21:18, 21:18 gegen die indische Weltranglistenachte Saina Nehwal durch und revanchierte sich damit für die beiden Dreisatz-Niederlagen, die sie im Juni und im Oktober bei Super Series-Turnieren gegen die Jugend-Weltmeisterin von 2008 erlitten hatte. Im Finale war dann allerdings die Lokalmatadorin Wong Mew Choo zu stark für Juliane Schenk. Die Sportsoldatin der Bundeswehr musste sich der Weltranglisten- 20. nach 34 Minuten mit 15:21, 7:21 geschlagen geben.
Die Malaysierin gewann beim BWF-Finale alle Matches und erhielt für ihren Turniererfolg ein Preisgeld in Höhe von 40.000,- US-Dollar. Juliane Schenk darf sich über die ebenfalls schöne Summe von 20.000,- US-Dollar freuen.
Die zweite deutsche Teilnehmerin am BWF-Finale, Nicole Grether (SG EBT Berlin), war sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel nach der Gruppenphase ausgeschieden. Dennoch darf auch die 35-Jährige zweifelsohne zufrieden mit sich sein: Allein die Tatsache, dass sie sich in zwei Disziplinen für das Turnier qualifizierte, ist als großer Erfolg zu werten.
Alle Ergebnisse vom Jahresabschlussturnier der BWF in Malaysia finden Sie im Internet unter www.tournamentsoftware.com (Stichwort „YONEX-SUNRISE BWF WORLD SUPER SERIES MASTERS FINALS 2009“) sowie auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de.













